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Wiesbadener Kurier vom 06.02.2008 pak. Bei ihrer Erkundungstour durch ihr Ersatz-Domizil glaubten die Martin-Niemöller-Schüler ihren Augen nicht zu trauen. Durch eine offene Tür im frisch sanierten Rotaprint-Gebäude blickten sie auf Kleiderstangen, bestückt mit Dessous, ...
Wiesbadener Kurier vom 06.02.2008 pak. Bei ihrer Erkundungstour durch ihr Ersatz-Domizil glaubten die Martin-Niemöller-Schüler ihren Augen nicht zu trauen. Durch eine offene Tür im frisch sanierten Rotaprint-Gebäude blickten sie auf Kleiderstangen, bestückt mit Dessous, auf ein Regal, auf dem Dildos in kuriosesten Farben und Formen lagern. Schnell machte die Rede vom "Sexshop" die Runde.
Auch wenn gerade Schulen anfällig für Gerüchte sind, hier lag der Flurfunk richtig. Die neugierigen Schüler sind auf den Geschäftsraum von "Sinntensiv" gestoßen. Erotisches Zubehör für Frauen und Sinnlichkeit, so etwa beschreibt Inhaberin Sabine Rudolph ihre Produktpalette. Aber was hat sie in einem Schulgebäude zu tun? Die Antwort ist einfach. Das Rotaprint-Gebäude wird zu einem Drittel vom Gründerzentrum Startblock genutzt. Existenzgründer finden dort Büroräume. Und so fand die erotische Geschäftsidee dort ihr zu Hause, wie etwa auch eine Agentur, die Flugzeuge vermietet. Dass die Schüler Einblick in die Auslagen nehmen konnten, bleibt aber eine Ausnahme. Denn ab heute sind die Brandschutztüren auf den Fluren - zwischen Schule und Startblock - wieder zu. |