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Sinntensiv gibt auch Homepartys  Image

21.12.2010 - WIESBADEN

Von Bertram Heide

GRÜNDERZENTRUM Seit sechs Jahren führt Sabine Rudolph erfolgreich ihr kleines Unternehmen

„Schmuddelfreie“ Sinnlichkeit ist das ungewöhnliche Motto. Sabine Rudolph gründete vor sechs Jahren ihr Unternehmen Sinntensiv e. K., hat ihren Standort im Gründezentrum „StartBlock“ an der Homburger Straße.

„Der Name Sinntensiv und das Logo machen zwei wichtige Aspekte meiner Firmenphilosophie deutlich“, erklärt die Geschäftsführerin, „Sinn, weil es um Sinnlichkeit geht und um intensive, keine oberflächlichen Begegnungen mit allen Sinnen. Das Logo als Frauenkörper, weil ich alle Frauen in ihrer Weiblichkeit ansprechen will, egal ob dick oder dünn und egal, was in ihren Schlafzimmern passiert. Dessous und Mehr stellt die Lingerie in den Vordergrund, um Schmuddeligkeit auszuschließen“.

Sabine Rudolph vertreibt ihr Warenangebot auf sogenannten Homepartys in privater Umgebung bei den Kundinnen zuhause und hat diesen Vertriebsweg mit einer Präsenz inklusive Shop im Internet unter www.sinntensiv.de kombiniert.

Die Sinntensivpartys seien sowohl lustig als auch informativ ,und die Teilnehmerinnen halten sie stets in guter Erinnerung, erzählt die junge Unternehmerin. Die Partys könne man als eine Art Show oder auch als hervorragenden Service betrachten, als reine Verkaufsveranstaltung. Auf den Partys sei das Sortiment sehr vielseitig und unterschiedlich aber doch immer sinnlich, und die Frauen fänden zumindest ein Produkt, das ihre Phantasie anregt.

Allgemein hält Sabine Rudolph Homepartys für einen adäquaten Vertriebsweg, um Produkte anzubieten, bei denen es sich schickt, sie zu erklären, anzuprobieren oder vorzuführen. Sie findet, dass es keinen besseren Platz gibt, ein persönliches Dessous oder Love-Toy auszusuchen als einen intimen Rahmen. Ein Einkauf während einer Party ermöglicht es der Kundin genau zu wissen, was sie kauft, weil sie ganz persönlich beraten wird. Außerdem ist es bekannt, dass sich Frauen gerne miteinander treffen und ihre Zeit miteinander verbringen und das auch beim Shoppen.

Und mittlerweile hat sich herausgestellt, dass auch Männer kompetent in Sachen Erotik beraten werden wollen. Deshalb sind Abende mit Paaren sehr beliebt geworden.

Die Geschäftsführerin bastelt schon an einem Konzept, wie sie die Männer besser mit einbeziehen kann, auch weil diese kaufentschlossener seien als Frauen. Außerdem werden auf den Partys Themen diskutiert, die sonst nicht so häufig angesprochen werden. Auf den Erfolg von Sinntensiv angesprochen, antwortet Rudolph: „Der Service den ich biete und der persönliche, menschliche Kontakt zu den Kundinnen ist mit keinem anderen vergleichbar.“

Die Kunden des Unternehmens rekrutieren sich sowohl aus Städtern als auch aus Menschen, die in ländlichen Gegenden wohnen. So ergeben sich für diese auch unterschiedliche Möglichkeiten, Zugang zu einem Erotikfachgeschäft zu erlangen, berichtet Sabine Rudolph, aber was Sinntensiv zu bieten habe, ist etwas völlig anderes, als das, was ein Erotikgeschäft offerieren kann.

Die Events werden von einer Gastgeberin oder von der Geschäftsführerin in ihren Geschäftsräumen und auch teilweise zusammen mit Kooperationspartnern organisiert. Eine potenzielle Gastgeberin kann sich auch über die Homepage von Sinntensiv für einen Partytermin vormerken lassen und wird innerhalb von 24 Stunden zur Terminvereinbarungkontaktiert.

Die Gründe für eine Frau als Gastgeberin sind quasi deckungsgleich mit denen der anderen Teilnehmerinnen: Spaß, Neugier, Interesse an Dessous, sinnlichen Dingen, Aufklärung, Beratung, der Wunsch, das eigene Sexualleben aufzufrischen oder Zugang zur eigenen Weiblichkeit zu finden.

Die Teilnehmerinnen bekommen eine kleine Aufmerksamkeit und die Gastgeberin einen Gutschein, dessen Wert sich nach dem erzielten Umsatz des Abends richtet. Präsentiert werden nicht nur Dessous, sondern ebenso Love-Toys, duftende Öle, Gele, essbare Cremes, Fachliteratur, Spiele und Accessoires fürs Schlafzimmer. Beim Einkauf achtet die Gründerin auf Design, Qualität in Bezug auf Material und Verarbeitung und auf Funktionalität. Hierzu besucht Sabine Rudolph regelmäßig Fachmessen in Frankfurt, Berlin und Köln. Die Kunden schätzen die Beständigkeit der Qualität von Service und Produkten gleichermaßen. Bis jetzt gibt es noch keine anderen Repräsentanten für Sinntensiv außer der Geschäftsführerin. Dies soll sich im nächsten Jahr ändern, wobei zwei Dinge ganz wichtig sind: Zum einen, das Image von Sinntensiv und zum anderen, den Kundenservice beizubehalten oder zu verbessern.

Jede einzelne Sinntensivparty muss ein Erfolg sein, dies ist so elementar wichtig, da die Mundpropaganda das effektivste Mittel zur Promotion von Sinntensiv ist.

Sabine Rudolph glaubt nicht, dass das verstärkte Aufkommen von modernen, frauenfreundlichen Boutiquen sowie Onlineshops den Homepartys den Rang abläuft. „Solange ich und meine zukünftigen Repräsentantinnen unseren Job gut machen, werden Sinntensivpartys nicht ihren Charme verlieren.“